Der TV Häver 1968 e. V. erhält zwei Defibrillatoren

Auf dem Foto sind: Die Koronarsportgruppe mit Leiterin Heike Feichtinger und weitere Übungsleiter des TV Häver im Hintergrund, vorne links: Oliver Lücking vom Gemeindesportverband, dahinter Prof. Dr. Rainer Zotz vom Klinikum Herford, Bürgermeister Rüdiger Meier, Wolfgang Herrmann von EON Westfalen-Weser, dahinter Hans-Jürgen Bentlage vom Fechtclub Stift Quernheim,

Kirchlengern: In der Sporthalle Quernheim wurden zwei neue Defibrillatoren an den TV Häver 1968 e.V. von Herrn Carsten Holtgrefe, Firma Struck Medizintechnik, übergeben. Durch die finanzielle Unterstützung der Sparkasse Herford, der Firma E.ON Westfalen Weser AG, der Gemeinde Kirchlengern und des Gemeindesportverbandes wurde die Anschaffung ermöglicht. Mit der Übergabe der Defibrillatoren war eine ausführliche Anleitung aller Übungsleiter über die Funktion und die Anwendung der Wiederbelebungsgeräte durch Herrn Holtgrefe verbunden.

Der Turnverein Häver ist ein gesundheitsorientierter Breitensportverein. Unter anderem bietet er eine Sportgruppe zur Rehabilitation bei Koronarerkrankungen an. Für den Betrieb dieser Sportgruppe ist die Anwesenheit eines Arztes während der gesamten Trainingszeit und die Bereithaltung eines Wiederbelebungsgerätes zwingend erforderlich. Die ärztliche Betreuung der Gruppe gewährleistet der Leiter der Kardiologie des Klinikums Herford, Herr Prof. Dr. Zotz.

Bei der Übergabe waren Herr Pörtner als Vertreter der Sparkasse Herford, Herr Herrmann für die Firma E.ON Westfalen Weser AG, der Bürgermeister der Gemeinde Kirchlengern, Herr Meier und der Vorsitzende des Gemeindesportverbandes, Herr Lüking anwesend.

Außerdem konnte der 1. Vorsitzende des TV Häver Ulrich Albsmeier die Teilnehmer der Koronarsportgruppe mit ihrer Leiterin Heike Feichtinger und etliche Übungsleiter in der Quernheimer Sporthalle begrüßen. Die Übungsleiter wurden eingehend über Funktion und Bedienung der Wiederbelebungsgeräte durch Herr Holtgrefe geschult.

Der plötzliche Herztod kann jeden treffen, unverhofft, ohne erkennbare Vorzeichen, jederzeit und an jedem Ort. Allein in Deutschland sterben jährlich ca. 150.000 Menschen diesen sinnlosen Tod. Bei frühzeitigen entsprechenden Rettungsmaßnahmen und dem Einsatz eines Frühdefibrillators hat der Betroffene eine gute Chance zu überleben”, so Carsten Holtgrefe von der STRUCK Medizintechnik GmbH aus Enger.

Die größte Überlebenschance besteht bei einer Frühdefibrillation in Verbindung mit einer Herzlungen-Wiederbelebungsmassage, d.h. der schnellstmöglichen Abgabe eines Elektro-schocks, der es dem Herzen ermöglicht, wieder in seinem normalen Rhythmus zu schlagen. Bis zu 80 Prozent der Betroffenen können überleben, wenn sie innerhalb von drei Minuten nach Auftreten der Symptome defibrilliert werden.

Es ist ein Wettlauf mit der Zeit. Mit jeder Minute, die ohne Defibrillation verstreicht, sinkt die Überlebensrate um 10 Prozent. Nach 9 Minuten hat der Betroffene demnach nur noch 10 Prozent Überlebenswahrscheinlichkeit. Wir wollen die Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes somit sicher überbrücken und Leben retten, so Prof. Dr. Zotz vom Klinikum Herford.

Zum Glück ist die Bedienung der kleinen sprechenden Lebensretter, oder auch kurz Defis genannt, kinderleicht. Nach dem Einschalten führt das Gerät den Ersthelfer mit Sprach-anweisungen durch die einzelnen Schritte bis zur Abgabe des lebensrettenden Elektroschocks.

Nach einer ausführlichen Einweisung sind alle unsere Trainer in der Lage im Erstfall sicher zu helfen. Zusätzlich werden alle Trainer durch regelmäßige Schulungen bestens auf den Notfall vorbereitet. Hoffentlich tritt der Ernstfall nie ein, sollte es aber dennoch passieren, ist das Einzige, was man falsch machen kann, untätig zu bleiben. “Nichts tun kann Menschenleben kosten, und wir sind stolz, dass wir nun in der Lage sind, effektiv und aktiv zu helfen” so Ulrich Albsmeier.